Einstellungen:Robinson Listen
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Robinsonlisten sichern den Versand ab. E-Mail-Adressen auf der Robinsonliste erhalten keine Mails aus dem System.
Melin kennt mehrere Arten von Sperrlisten für unterschiedlichste Einsatzzwecke.
Die wichtigste ist die Robinsonliste – E-Mail-Adressen auf der Robinsonliste erhalten keine Mails aus dem System, egal auf wie vielen Verteilern sie stehen, keine Anmeldebestäigungen, auch keine Vorschau-Mails.
Daneben gibt verschiedene weitere Filter um die Empfängerlisten zu reduzieren. Die Listfilter-Plugins entfernen Einträge aus einer Abonnentenliste durch einen Vergleich mit der Datenbank, zum Beispiel inaktive Abonnenten, Abonnenten die ein Produkt bereits gekauft haben oder Abonnenten die einen Themenkanal haben oder nicht haben.
Eine dritte Art Sperrliste sind die Domainfilter. Diese filtern alle Adressen zu einer speziellen Domain aus der Liste. Eingesetzt wird dieser Filter wenn der Bedarf ensteht eine ganze Empfängergruppe auszufiltern, zum Beispiel einen Verein der insgesamt gesperrt werden möchte, oder umgekehrt im Testbetrieb um versehentliche Aussenungen an Dritte zu verhindern.
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[bearbeiten] Die Robinsonliste
Die Robinsonliste ist eine globale Sperrliste für das Gesamtsystem. Adressen die auf der Robinson-Liste stehen erhalten keine Mails von Melin über das MMDB Emailsender-Plugin (auch keine Double-Opt-In Mails, Vorschau-Mails oder An/Abmeldebestätigungen).
Als Basis für die Robinsonliste kann die Melin-Datenbank (MMDB) oder eine externe Datenbank verwendet werden. Die Datenbank wird unter „Einstellungen“ / „Robinson Listen“ / „Datenbankbasierte Robinsonliste Bearbeiten“ konfiguriert.
Parallel gibt es noch eine Textdatei (Schnellsperre, Datei msite/demon/userdata/robinson.asc) in die ebenfalls Emailadressen eingetragen werden können (Dateibasierte Robinsonliste). Jede Adresse muss dabei in eine neue Zeile geschrieben werden. Beide Dateien sind gleichwertig und bewirken eine vollständige Sperre. Für größere Listen sollte in jedem Fall die Datenbank verwendet werden.
Die beiden Robinsonlisten (Datenbank und Filesystem) werden beim Versand gleichberechtigt berücksichtigt. Neue Adressen können entweder über externe Tools direkt in die Datenbank geschrieben werden, oder über Melin im Menü „Einstellungen“ / „Robinsonlisten“ / „Hinzu“.
[bearbeiten] Status
Die Robinsonlisten werden in Melin vom Administrator global gepflegt im Menü „Einstellungen“. Die erste Seite gibt einen Überblick über den Konfigurations-Zustand der Sperrlisten:
Die Datenbankverbindung wird grün angezeigt wenn eine Datenbank konfiguriert ist. Ist noch dazu eine Referenz-Kontrollemailadresse konfiguriert und wird diese in der Datenbank gefunden dann wird der Text „Verbindung in Ordnung“ ausgegeben.
Die Dateibasierte Robinsonliste erscheint grün wenn eine Datei msite/demon/userdata/robinson.asc existiert.
Hin und wieder wird der Punkt angesprochen warum nur Administratoren Zugriff auf die Robinsonlistenverwaltung haben. Robinsonlisten sind die letzte Instanz die einen Versand verhindert und sollten nicht missbraucht werden. Jeder normale Anwender in Melin hat die Möglichkeit Abonnenten auszutragen und zu löschen wenn nötig. Robinsonsperren sind eine Eskalationsstufe.
Die Robinsonliste ersetzt nicht die regulären Abmeldungen, diese müssen immer separat gepflegt werden. Adressen die auf die Robinsonliste gesetzt werden bleiben auch weiterhin Abonnent (der Datensatz an sich wird nicht angefasst) um eine Analyse zu ermöglichen, durch die Robinsonliste gewinnt man Zeit und Sicherheit. Es sollte immer das Ziel sein die Robinsonliste möglichst klein zu halten und nur die wirklichen Problemfälle darin vorzuhalten. Zudem kostet die Robinsonliste Versandzeit da jede Mail gegen die Robinsonliste geprüft werden muss.
[bearbeiten] Einstellungen
In den Einstellungen kann man die Verbindung zur Datenbank konfigurieren oder im Fall der Datei den Inhalt bearbeiten.
Jede Tabelle die über eine Spalte mit Emailadressen verfügt kommt als Robinsonliste in Frage. Falls Sie noch keine Robinsonliste haben: in der MMDB ist ab Melin 4 bereits eine Tabelle vorgesehen, diese heisst ROBINSONLIST, die Spalte mit den Adressen heisst „EMAIL“. Ein Vorteil bei dieser Tabelle ist daß Melin dort bei neuen Einträgen über die Melin-Oberfläche auch das Datum und die Uhrzeit vermerken kann.
(Wenn Sie ein Datenbank-Prefix verwenden wurde der Name auch vor die Tabelle gesetzt, also zum Beispiel MELIN_ ROBINSONLIST oder ML_ ROBINSONLIST).
Die Tabelle in Melin hat folgendes Schema (Beispiel-Prefix: MELIN4_):
CREATE TABLE MELIN4_ROBINSONLIST ( EMAIL varchar(255), LAST_MODIFIED varchar(14) DEFAULT , KEY EMAIL (EMAIL) );
Die Referenz-Email
In den meisten Fällen wird die Robinsonliste nur genutzt um eine kurzfristige Sperre zu aktivieren. Sobald die Datenbank bereinigt ist und der Vorfall geklärt kann die Robinsonliste wieder geleert werden. Ein Ausfall der Robinsondatenbank hat in diesem Fall wenig Folgen.
Für manche Unternehmen ist die Einhaltung der Robinsonliste wirtschaftlich so relevant dass bei einem Ausfall der Robinsondatenbank kein Versand erfolgen darf. Für diesen Einsatzzweck gibt es die Referenz-Email: man trägt in der Datenbank eine beliebige Kontroll-Emailadresse ein.
Die identische Emailadresse trägt man in das Feld „Ref.Email“ in den Robinsonlisten-Einstellungen ein. Bei jedem Versand gleicht Melin die Empfängerliste mit der Robinsondatenbank ab, und nur wenn die Referenz-Email als gesperrt erkannt wird läuft auch der Versand. Auf diese Weise werden Ausfälle der Sperrlistendatenbank sicher erkannt.
[bearbeiten] Suche
Mit Hilfe der Suchfunktion können beide Robinsonlisten durchsucht werden. Die Trefferliste zeigt in welcher Datenbank ein Eintrag gefunden wurde. Falls die Datenbank über einen Zeitstempel vermerkt wann die Adresse aufgenommen wurde so wird auch das angezeigt.
Mit dem X-Button können Datensätze gelöscht werden.
[bearbeiten] Hinzufügen von Adressen
Über den Punkt Hinzufügen können Adressen in eine der beiden Sperrlisten hinzugefügt werden.
Zu beachten ist daß die Adresse vollständig sein muss und keine Leerzeichen enthalten sollte - auch nicht vor oder nach der eigentlichen Emailadresse (das passiert hin und wieder wenn man aus Word oder Outlook die Adresse mit einem Doppelklick markiert).
[bearbeiten] Domainfilter
Ein Sonderfall der Robinsonliste ist die Domainsperre. Mit der Domainsperre können ganze Domains von Mailings ausgenommen werden. Wichtig: die Domainsperre gilt nur für Mailings, nicht für An/Abmeldungen zum Beispiel. Wenn also der Hasenzüchterverein Wanne-Eickel mit seiner Domain gesperrt werden möchte so bekommt keiner eine Mail, eine Anmeldung mit Ameldebestätigung für Mitglieder ist aber dennoch möglich, diese bekommen eben nur keine Mailings solange die Sperrliste aktiv ist.
In der Melin-Verwaltungsoberfläche entspricht die Benutzerführung der Robinsonliste mit dem Unterschied dass hier nur Domains eingeben werden dürfen.
Wichtig bei der Domainsperre ist dass diese nicht von den MMDB-Versand-PlugIns überprüft wird sondern durch ein separates PlugIn das zusätzlich im Workflow eingebaut werden muss: das „SQL DomainFilter “ PlugIn.
im einfachsten Fall hängt man es vor das Emailsender-Plugin und es filtert automatisch nach der Domainsperrenliste. Zusätlich kann man das SQL Domainfilter-Plugin direkt im Workflow auch mit einer externen Datenbank als Quelle konfigurieren, oder über ein SQL Preset-PlugIn steuern.
[bearbeiten] Aktivität
Wenn eine neue Adresse zur Robionsonliste hinzugefügt wird sollte diese zur Sicherheit auch möglichst gleich aus Melin gelöscht werden. Der einzige Grund einen Datensatz noch kurzzeitig zu behalten könnte eine Analyse sein (Wo kommt der her, wann hat er sich angemeldet), danach sollte er manuell entfernt werden.
Mit der Aktivitätsanzeige kann man prüfen ob noch von irgendwo noch Mailings angeliefert werden die diese Adresse bemailen würden.
Oft gibt es noch irgendwo alte Datenbanken, Excel-Listen für Messeeinladungen oder ähnliches die einen Datensatz beinhalten könnten.
Technisches
Adressen in der Robinsonliste werden an mehreren Stellen in Melin entfernt um auf Nummer Sicher zu gehen. Zum Beispiel entfernt schon das „MMDB GetEmails“-Plugin eine Adresse die auf der Robinsonliste steht, bevor überhaupt der Versand startet:
[DMN 2009-07-01 21:21:05] [M4UniversalMailing] [MMDB GetEmails ] Skipped ROBINSON: seb@localhost
Schafft es eine Adresse bis zum Versandplugin weil sie direkt angeliefert wurde aus einem externen System (z.B. über spezielle XML-Anlieferungen) so greift auch das „MMDB Emailsender-Plugin“:
[DMN 2009-07-01 21:33:18] [M4UniversalMailing] [Send localhost ] 6018: HARDCORE FILTER DETECTED EMAIL (quicklist): seb@localhost [DMN 2009-07-01 21:33:18] [M4UniversalMailing] [Send localhost ] RobinsonFilter connecting to DB ................. jdbc:mysql://localhost/melin4_system [DMN 2009-07-01 21:33:18] [M4UniversalMailing] [Send localhost ] Hardcore filter says: Removed 1 elements from list
[bearbeiten] Zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung
Die Robinsonliste ist eine wichtige Sperre um problematische Adressen von einem Versand auszunehmen. Unabhängig davon sollten alle Adressen auf der Robinsonliste auch unverzüglich von allen Abonnements entfernt.
Zur doppelte Sicherung sollte auch immer eine Sperre der Adressen direkt in den SMTP-Servern erfolgen. Ein Ausfall der Sperre in Melin oder der SMTP-Sperre verhindert dann immer noch die Aussenung.
[bearbeiten] Weitere Informationen
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